Das wir im April beim größten Gefahrstoffeinsatz im Land Brandenburg auf der A 10 mit einem blauen Auge davon gekommen sind, war uns klar. Wie blau - das wurde uns am Samstag auf einer Auswertungsveranstaltung bewusst, die vom Fachberater Gefahrstofflagen durchgeführt wurde.

So befand sich an der Einsatzstelle nicht nur die hochgiftige Chemikalie "Flusssäure", auch das eng verwandte Gas "Fluorwasserstoff" wurde in erheblichen Mengen frei. Der weiße Nebel -mit Wasserdampf des Löschwassers leicht zu verwechseln- dringt nicht nur durch die Atemwege in den Körper ein - er gelangt auch direkt durch die Haut in den Körper. Hier ist er bereits in kleinsten Mengen tödlich, innerhalb weniger Minuten und ohne Gegenmittel.

All dies erklärt den großen Aufwand vor Ort und die ärztliche Behandlung aller Einsatzkräfte - und lässt uns wohl diesen Einsatz so bald nicht vergessen.