Durch Sturm „Ylenia“ liefen bei der Feuerwehr Stahnsdorf in allen Ortsteilen am gestrigen Donnerstag 44 Alarme ein. Diese wurden unter Einsatz aller unserer Fahrzeuge – von der Drehleiter bis zum Kommandowagen – gemeinsam abgearbeitet. Los ging es um ca. 2:30 in der Nacht mit einem großen Nadelbaum über einer Nebenstraße und dann vor allem ab 09:00 Uhr ohne nennenswerte Unterbrechung weiter.
 
Dabei mussten Notrufe unabhängig vom Zeitpunkt des Einganges bearbeitet werden. Darunter waren umgewehte Baustellenbegrenzungen, abgebrochene Äste und vor allem Bäume, Bäume, Bäume. Während zwei Erkundungsfahrzeuge im gesamten Gemeindegebiet die Einsatzorte hinsichtlich der Dringlichkeit sichteten, waren die Einsatzteams anschließend mit der Bearbeitung beschäftigt. An manchen Stellen mussten sich die Teams die Wege zum eigentlich Einsatzort erst mit Kettensägen freischneiden.
Besonders dringlich stellte sich eine Einsatzstelle heraus, an der ein ausgewachsener Baum praktisch im Begriff war, auf ein Wohnhaus zu stürzen. Nachdem sich der Wurzelteller mit jedem Windstoß einige Zentimeter mehr anhob und sich der Baum immer weiter senkte, spannten wir unser Löschfahrzeug als Gegengewicht und konnten so die Situation bis zum Eintreffen unserer Drehleiter (von einer anderen Einsatzstelle schnellstmöglich abgezogen) stabilisieren, auch wenn das Gewicht selbst unser tonnenschweres Fahrzeug ins Wippen brachte. Aus diesem Grund kam es auch zu einer mehrere Stunden dauernden Vollsperrung z.B. der Sputendorfer Straße. Immer gab es einen neuen Baum, der drohte auf ein Haus zu stürzen, welcher zuerst einen Drehleitereinsatz erforderte.
 
Sehr freuten uns die Versorgungs-Spenden, die uns in in allen Ortsfeuerwehren erreichten. Am Dorfplatz brachte uns eine Bürgerin Kaffee, Gebäck und alles was dazu gehört. Vielen Dank! Durch die Gemeinde wurden die Einsatzkräfte zur Mittageszeit ebenfalls durch einen Caterer versorgt!
Aktuell werden noch Einsatzstellen von gestern weiter abgearbeitet, andere Einsatzkräfte befinden sich an ihren Arbeitsplätzen oder in Erwartung eines weiteren Sturmtiefs in der Nacht in der Vor-Ruhephase. Sollte es das zweite Sturmereignis heute Nacht ergeben, ist auch unsere zentrale Einsatzverwaltung wieder in Bereitschaft, wie am gestrigen Tag.